Wann lohnt sich die Private Krankenversicherung?

Als Kostenträger für Gesundheits- und Krankheitskosten genießt die Krankenversicherung in Deutschland generell ein hohes Ansehen. Trotz dieser Errungenschaft, die auf Bismarck zurückgeht, liegt in dem System vieles im Argen. Viele Ausgaben der Versicherung wären gar nicht notwendig bzw. die Kosten für Behandlungen und Medikamente sind an vielen Stellen deutlich zu hoch. Zudem ist nicht jede Therapie sinnvoll – es gibt manchmal einfachere und kostengünstigere Möglichkeiten. Die meisten Angestellten sind gesetzlich versichert, Selbständige und Beamte meist privat. Wann lohnt sich der Abschluss einer Privaten Krankenversicherung?

Die Vorrausetzungen für die Mitgliedschaft in der PKV

Um Mitglied in der PKV zu werden, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Die PKV für Angestellte setzt zum Beispiel die Höhe eines bestimmten Bruttogehaltes voraus. Nur wenn Angestellte die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) überschreiten, werden sie als Mitglied akzeptiert. Die JAEG wird jedes Jahr neu berechnet, seit 2011 ist sie kontinuierlich gestiegen. In 2019 muss ein Bruttoeinkommen von mehr als 60.750 Euro vorliegen, damit die Mitgliedschaft beantragt werden kann. Diese Entgelthöhe gilt übrigens nicht nur für Angestellte, sondern auch für Beamte und Selbständige. Aber das ist noch nicht alles. Die PKV nimmt nicht einfach jeden, auch wenn die finanzielle Seite erfüllt ist. So sind weitere Vorgaben:

  • Alter unter 40 Jahren
  • guter gesundheitlicher Zustand (keine chronischen Vorerkrankungen)
  • Familienplanung ist abgeschlossen bzw. geregelt
  • gute bis sehr gute wirtschaftliche Verhältnisse

PKV: Nicht für jeden attraktiv

Nicht für jeden ist ein Wechsel zu einer privaten Krankenkasse sinnvoll. Aus diesem Grund kann sich ein Vergleich der einzelnen Anbieter vorab durchaus lohnen. Viele Anbieter suchen sich ihre Kunden zudem gerne aus. Eines der wichtigsten Kriterien ist dabei der Gesundheitszustand, den sie in der Regel genau prüfen. Machen auch Sie den Check vorab! Erst wenn Finanzen, Alter, gesundheitlicher Zustand und familiäre Planung stimmen, kann über einen Wechsel in die Private Krankenversicherung nachgedacht werden. Nur in diesem Fall kommt die PKV überhaupt in Frage. Und ob Sie tatsächlich die bessere Wahl darstellt, ist ebenfalls zu prüfen. In etlichen Situationen ist die gesetzliche Krankenkasse für Versicherte die bessere Alternative.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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