Grüne Logistik – Umdenken in der Wertschöpfungskette

Logistische Abläufe können so optimiert werden, dass deren Auswirkungen auf die Umwelt minimiert werden. Gleichzeitig soll die Effizienz maximiert werden. Material, Rohstoffe, Wasser und Energie als wertvolle Ressourcen werden in einem Rahmen genutzt, der die Umwelt schont und zeitgleich das Geschäft fördert. Das steckt hinter dem Begriff der Grünen Logistik.

Vor allem reduziert werden sollen Emissionen, die von direkten Quellen der Unternehmen kommen. Überdies können indirekte Emissionen minimiert werden, die durch den Einkauf von Strom, Wärme und anderen Ressourcen entstehen. Emissionen entstehen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, beginnend beim Abbau und Ausschöpfen der Rohstoffe. Unternehmen verschiedener Wirtschaftsbereiche können bei der Entstehung von THG-Emissionen (Treibhausgasemissionen) grün handeln. Vor allem die Pharmaindustrie, Metallverarbeitung und Chemieindustrie können in der Lieferkette Emissionen reduzieren.

Die Bedeutung von Grüner Logistik nimmt in der Gesellschaft zunehmend einen bedeutenden Platz ein. Das Bewusstsein der Bevölkerung wandelt sich in Richtung nachhaltigem Denken und Handeln. Damit steigen die Erwartungen an die Unternehmen, die wiederum streng dahinter sein müssen, grüne Logistik zu betreiben, um den Verbraucher in seinem Denken abholen zu können.

Umweltauflagen regeln die Logistikprozesse für Unternehmen national wie international. Damit ökologische Standards umgesetzt werden müssen sich die Betriebe nach deutlich strengeren Auflagen ausrichten. Für Unternehmen hat Grüne Logistik aber auch einen gewissen Anreiz. Angepasste Logistikprozesse können zu einer Kosteneinsparung führen. Denn der Verbrauch von Material, Rohstoffen und Energie ist gesenkt. Zudem sind Unternehmen in Punkto Wettbewerbsfähigkeit deutlich vorne, wenn eine Grüße Logistik gefahren wird. Und das nicht nur mittelfristig, sondern langfristig.

Wie lässt sich Grüne Logistik in einem Unternehmen umsetzen?

Die Herausforderung ist groß, Grüne Logistik im Unternehmen voranzutreiben, auch wenn Vorteile auf der Hand liegen. Um Neuinvestition in neue Techniken, Maschinen und Transportmittel wird der Betrieb kaum herumkommen. Ansätze, wie die Nutzung von alternativen Kraftstoffen und Transportroutenoptimierung können eventuell einfacher und schneller umgesetzt werden. Zum Einsatz kämen Biodiesel, Biogas oder synthetischer Kraftstoff. Die Nutzung von Wasserstofftechnologie oder Brennstoffzellentechnik ermöglichen einen nahezu emissionsfreien antrieb. Auch wenn die Reichweiten dadurch verkürzt sind, spielen diese Arten der Verbrennung in Zukunft vermutlich eine bedeutendere Rolle.

Wo und wie könnte es haken bei der Umsetzung?

Eine Problematik, die wir hier ansprechen möchten, ist der Widerstand, der in der Branche geboten werden kann. So könnten alternative Transportmittel nicht bei Bedarf verfügbar sein. Elektrofahrzeuge müssen geladen werden. Die Ladeinfrastruktur ist noch nicht ausreichend genug, um alle Fahrzeuge im Betrieb umstellen zu können. Umweltvorschriften können sich von Zeit zu Zeit ändern, was eine erhöhte Anpassungsfähigkeit erfordert. Und dennoch entscheiden sich Unternehmen nach und nach für nachhaltige, grüne Geschäftspraktiken.

Ein Blick in die Zukunft?

Umdenkende Verbraucher legen Wert darauf, ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Andererseits ist die schnelle und ständige Verfügbarkeit von Waren, Dienstleistungen und Energie eine Sache, die die Lebensqualität erhöht. Dennoch sind wir alle von Umweltverschmutzung und schwindenden Ressourcen mehr oder weniger direkt betroffen. Insgesamt kann erwartet werden, dass eine Grüne Logistik nicht nur ein Weg von vielen ist, sondern der eine Weg, der zu Notwendigkeit werden wird, um die Umwelt und wertvolle Quellen zu schonen. Wie wird sich die gesamtgesellschaftliche Verantwortung diesbezüglich entwickeln? Diese Frage müssen wir bis dato einfach noch offenlassen.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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