Warum Komfort die Mode revolutioniert – und was das für Unternehmen bedeutet

Der Begriff Luxus unterliegt wandelnden Definitionen. So wird aus einem teuren Statussymbol: mehr Zeit, Beweglichkeit und Alltagstauglichkeit. Flexibilität in einem modernen Lifestyle ist zum Luxus geworden. Das zeigt sich beispielsweise bei hybrider Arbeit oder einer spontanen Tagesstruktur. Komfort, Funktionalität und Vielseitigkeit in der Mode prägen neue Luxusqualitäten. Das hat Auswirkung auf das Verhalten von Verbrauchern und vor allem auf die Modeindustrie – die neue Strategien fährt.

Der neue Luxusbegriff

Der Wandel im Verständnis von Luxus wird klar, wenn Menschen mehr wert auf Zeit, Freiheit und Selbstbestimmung legen. Gerade in der jüngeren Generation wird kaum mehr Wert auf Statussymbole gelegt. Der Fokus rückt auf Funktion und individuelle Bedürfnisse. Einfachere Wechsel zwischen den Lebensbereichen werden betont – von der Arbeit zum Wellness, oder vom Studium zur Balance. Lifestyle-Werte spiegeln sich Kleidung wider, die nicht unterbricht, sondern durchgehend begleitet.

Trend zur Alltags‑ und Bewegungskompatibilität

Athleisure ist ein fester Bestandteil des Alltags geworden. Damit ist ein Kleidungsstil gemeint, der Büro, Freizeit, Sport und Mobilität miteinander verknüpft. Yoga in der Mittagspause, Coffee-Call unterwegs und hybride Arbeitsplätze generieren die Nachfrage nach Outfits, die für alle Situationen passen. Kleidung muss dehnbar sein, atmungsaktiv und pflegeleicht. Am besten mit
„Desk‑to‑Gym“- oder „Work‑to‑Weekend“-Funktionalität.

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Auswirkungen auf Kaufentscheidungen

Bei Kauf wird Kleidung bevorzugt, die Komfort, Passform und Bewegungsfreiheit vereint. Kleidung soll multifunktional sein. Dann ist der Kunde auch bereit etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Zudem steigt die Nachfrage nach nachhaltigen Materialien. Denn Flexibilität kann ressourcenschonende Lösungen umfassen. Künstliche Intelligenz berät zunehmend beim online Kauf. Beispielsweise über Größen und anderen Individualisierungen.

Top‑Aktivitäten, die den Trend antreiben
Yoga
Remote Work
Urban Mobility

Veränderungen in Produktions- und Wertschöpfungsketten

Produktionen stellen zunehmend um auf kürzere Innovationszyklen. So können neue Trends wie Athleisure schnell umgesetzt werden. Für die Produktion von funktionalen Kleidungsstücken wird auf technische Textilien zurückgegriffen. Markenhersteller kooperieren mit anderen Marken im Bereich Sport, Tech und Mode. Für den Verbraucher werden Transparenz, Lieferkettensicherheit und Nachhaltigkeitsstandards wichtiger. Darauf müssen Hersteller reagieren. Produktionen wandeln sich zu kleineren Chargen, On-Demand-Modell und stärkerer regionaler Produktion.

Flexibilität im Arbeitsumfeld als Wachstumstreiber

Auch Kleidungsnormen verändern sich. Im einem hybriden Arbeitsumfeld bringt die passende Kleidung mehr Freiheit und ist formal weniger eingegrenzt. Die Arbeitsmode wird durch Funktionalität geprägt und wird insgesamt persönlicher. Unternehmen akzeptieren mehr und mehr legere Styles. Unternehmen, die weiter auf Corporate Identity Wert legen, entwickeln neue Corporate Fashion – komfortorientiert, modern und genderneutral. Der Trend geht hin zu Kleidung, die psychologische Bedürfnisse erfüllt: Wohlbefinden, Identität und Agilität.

Zielgruppen und Konsumtypen

Funktionale Mode wird enorm von Millennials und Gen Z getrieben. Ein hoher Bedarf an flexibler Kleidung ist bei Pendlern, Mobile Worker, Freizeitaktiven und Eltern zu erkennen. Dazu kommen Unternehmen als eine neue Zielgruppe für Corporate Fashion.

Entwicklung
2018: Athleisure wird globaler Megatrend.
2020: Pandemie verstärkt Home‑Wear, Funktionsmaterialien werden Alltag.
2022–2024: Hybride Arbeit etabliert sich als Standard.
2025+: Smarte und adaptive Kleidung gewinnt Marktanteile.

Chancen und Herausforderungen für Modeanbieter

Modehersteller müssen umdenken und sich neu positionieren. Aspekte von Komfort über Nachhaltigkeit bis Innovation sollen in die neuen Produktionen einfließen. Das zeigt sich auch in der Kommunikationsstrategie. Denn Marken mit mehr Flexibilität, Purpose und Balance brauchen Statement und eine breitere Kommunikationsstrategie. Das Ziel ist eine klare Positionierung bei oben genannten Zielgruppen und eine authentische Vermittlung der Werte.

Auf Seiten der Hersteller wächst die Herausforderung steigender Kosten. Das betrifft Material und Produktion bei Funktionsbekleidung. Dennoch ist Innovation weiter entscheidend, auch wenn Athleisure den Markt langsam sättigt.

Marketing- und Markenstrategien

„Life in Motion“ ist der Slogan für storytelling Marketing. Flexible Lebensstile werden von Alltagsszenarien geprägt – darauf richtet sich der Fokus des Marketings. Im Mittelpunkt stehen Mobilität, Hybrid Work und spontane Aktivitäten. Die visuelle Bühne stellen Social Media Kanäle dar. Kern des Marketing ist die Betonung nachhaltiger Materialien und nachhaltiger Produktionsprozesse. Marketing im Sektor Athleisure bedeutet aber auch neue Kooperationen anzustreben. Sei es mit Fitness-, Mobility- oder Lifestyle-Brands.

Zukunftsausblick

Wie wird sich der Trend zum neuen Luxus weiterentwickeln? Luxusmode wird weiter verschmelzen mit Business und Sport. Es sind die fließende Übergänge, die für Verbraucher den Luxus darstellen. Mithilfe von künstlicher Intelligenz werden vertiefte Personalisierungen bei der Kleidung möglich werden. Standard wird Material mit Nachhaltigkeitsfaktor. Aus Luxus wird „stiller Luxus“ – d. h. hochwertige Basics statt auffälliger Logos.

Wir halten fest:

Konsum, Arbeit und Produktion sind drei Bereiche, die sich unter dem Hut der Mode verbinden können. Luxus wandelt sich im Modebereich von Luxus-Labels zu Komfort und Mobilität bei der Kleidung. Unternehmer, Designer und Verbraucher müssen umdenken. In diesem neuen Luxus-Trend steckt enormes wirtschaftliches Potenzial.

FAQ

Wie beeinflusst hybrides Arbeiten die Modebranche langfristig?

Die Modebranche wird gefragt nach multifunktionaler, komfortabler und gleichzeitig stilvoller Kleidung. Diese Nachfrage entsteht vor allem durch hybride Arbeitsmodelle. Die Reaktion der Modebranche sind innovative Designs und innovative Materialien. Es geht um Kleidung, Stoffe und Materialien, die sowohl für den Arbeitsplatz als auch für das Homeoffice passend sind.

Welche Materialien eignen sich besonders für flexible Alltagsmode?

Funktionsmaterialien sind hier das Stichwort. Diese Art Material ist atmungsaktiv, elastisch und pflegeleicht. Beispielsweise Mischgewebe oder sogar recycelte Fasern. Insgesamt liegt der Fokus auf nachhaltigen Stoffen mit Funktion. Damit wird der Bedarf an Wohlfühlqualität gedeckt als auch das Bedürfnis nach Umweltbewusstsein.

Wird formelle Kleidung in Zukunft komplett verschwinden?

Formkleidung wird nicht völlig verdrängt werden. Dennoch ist eine Verschmelzung mit sportlich-lässigen Elementen der Trend. D. h. hochwertige Basics, die einen stillen Luxus prägen.

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

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