Übertragung von Daten via Glasfaserkabel oder Kupferkabel – wo liegen die Unterschiede?

GlasfasterkabelDer Ausbau der digitalen Infrastruktur ist ein wesentliches Standbein einer zukunftssicheren Datenübertragung. Aufgrund steigender Datenvolumen durch Versand großer Daten und Streaming ist es zwingend erforderlich, den Breitbandausbau zu beschleunigen. Die bisherige kabelgebundene Datenübertragung erfolgt über Kupferkabel. Dieses Modell kommt an seine technischen Grenzen, daher ist der Breitbandausbau durch moderne und leistungsfähigere Glasfaserkabel erforderlich.

Dabei handelt es sich sind Bündel einzelner Leitungen und Kabel zur Übertragung von Licht. Sie werden in Fachkreisen auch Lichtwellenleiter genannt. Diese werden aus Fasern aus Kunststoff oder Quarzglas hergestellt, durch welche das Licht geführt wird. Die Datenübertragung erfolgt somit optisch. Damit lassen sich sowohl deutlich höhere Übertragungsraten (bis zu 30 Terabit pro Sekunde) im Vergleich zu metallischen Kabeln (bis zu 10 Gigabit pro Sekunde) generieren als auch größere Reichweiten überbrücken. Theoretisch können Lichtwellenleiter bis zu 100 Kilometer ohne Zwischenverstärker verlegt werden. Kupfer hingegen kann nur Entfernungen bis ungefähr 100 m überbrücken.

Die Datenübertragung in Kupferkabeln erfolgt elektrisch. Kupfer gehört zu den Halbedelmetallen und wird aus Erzen im Schmelzverfahren hergestellt. Kupferkabel zeichnen sich durch ihre hohe elektrische Leitfähigkeit aus und können daher aktuell noch mit den heutigen Anforderungen durchaus mithalten.

Ein weiterer Vorteil der optischen Datenübertragung ist, dass sie kaum störungsanfällig ist. Die elektrische Datenübertragung erfordert die Verlegung in bestimmten Abständen zu anderen Daten- und Stromleitungen, damit keine Störungen auftreten.

Nachteilig für Lichtwellenleiter ist, dass sie keine starken Krümmungen erfahren dürfen und empfindlich gegen mechanische Belastung sind. Die Verlegung erfordert ein hohes Maß an Präzision und Sorgfalt. Daher ist die Investition deutlich teurer als für elektrisch leitende Kabel.

Im Hinblick auf die Entwicklung der zu übertragenden Datenmengen ist die Investition in Glasfaserkabeln zukunftsweisend. Explizit für Unternehmen mit den stetig steigenden Anforderungen an ein Highspeed-Internet sind Glasfaserkabel unabdingbar. Private Haushalte kommen mit der Leistung von Kupferkabeln derzeit noch aus, aber auch hier ist eine Steigerung der Datenübertragung zu erwarten und somit der Ausbau der digitalen Infrastruktur.

 


In dieser Infografik finden Sie die wichtigsten Vorteile übersichtlich dargestellt.

Quelle: Elektro Bindel

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