Das Kapital flexibel weiterentwickeln

kapitalmarktAuch rentennahe Jahrgänge sollten ihr Vermögen nicht auf dem Sparbuch lassen. Durch schwankungsarme Lösungen an den Kapitalmärkten sichern sie ihr Vermögen und bauen es aus – für mehr Freude im Ruhestand.

Wenn man auf die Entwicklungen in der gesetzlichen Rentenversicherung schaut, kann es einem Angst und Bange werden. 2040 wird das durchschnittliche Bruttorentenniveau nur noch 39 Prozent des Durchschnittseinkommens betragen, selbst Gutverdiener, die dauerhaft bis zur Beitragsbemessungsgrenze in die Pflichtversicherung eingezahlt haben, kommen – Stand heute – auf einen Auszahlungshöchstbetrag von etwas mehr als 2700 Euro monatlich. Statistiken belegen aber, dass so gut wie niemand diesen Betrag erreicht.

Die Fallhöhe ist also enorm, wer sich nur auf die gesetzliche Rente verlässt – sicherlich auch in dem guten Glauben, 45 Jahre Dauereintragung sollten doch genügen – riskiert sein Ruhestandseinkommen und damit seine finanzielle Freiheit am Ende des Erwerbslebens. Gerade Menschen, bei denen der Ruhestand in Sichtweite ist, haben jetzt Handlungsbedarf. Sie haben kein allzu großes Zeitfenster mehr, um das Vermögen privat für die Rente zu strukturieren und damit die gesetzlichen Zahlungen dauerhaft aufzubessern. Dabei befindet sich diese rentennahe Generation oft in einer grundsätzlich vorteilhaften Situation: Die Kinder sind aus dem abbezahlten Haus, und es steht ein Grundvermögen zur Vermögen. Vielleicht ist dieses auch fürs Alter vorgesehen – aber wer einfach nur auf den Erhalt im Sinne des Sparbuchs setzt, wird Schwierigkeiten bekommen, sein Vermögen über die Jahre und Jahrzehnte hinweg zu sichern.

Die Rechnung ist einfach: Wer 100.000 Euro besitzt und davon jeden Monat 1000 Euro für die Ruhestandsfinanzierung aufwenden möchte, kommt acht Jahre damit aus und nimmt gleichzeitig den Kaufkraftverlust aufgrund der stetigen Inflation in Kauf. Zwar liegt diese offiziell bei unter einem Prozent, aber allein die Energiekosten steigen aktuell um sechs Prozent jährlich. Insofern reduziert sich der Wert der 1000 Euro monatlich sukzessive, aber das Sparbuch als Nullzins-Falle wirft nichts ab, um dem Wertverfall entgegenzutreten.

Wer aber 100.000 Euro flexibel in den Kapitalmärkten investiert und beispielsweise damit eine Nettorendite von vier Prozent erwirtschaftet – was ohne Weiteres und je nach Ausgestaltung der Anlage auch ohne allzu große Schwankungsrisiken möglich ist –, kann allein bis zum Rentenbeginn das Vermögen stark anwachsen lassen. Gesetzt dem Fall, der Vermögensinhaber hat noch sechs Jahre bis zum Zeitpunkt des Berufsausstiegs, kann ihm die Anlage mit dieser Verzinsung durch den Zinseszinseffekt mehr als 21.000 Euro ins Depot spülen – und schon wären, auch ohne das Geld weiteranzulegen, knapp als zwei Jahre zusätzliche Zahlungen im Ruhestand gesichert.

Und auch während der laufenden Rentenzahlungen kann das, dann freilich abnehmende Vermögen, natürlich weiter rentierlich angelegt werden, um einen längeren Erhalt zu realisieren. Um das rechnerisch zu verdeutlichen: Bei der Ausgangssituation der rund 121.000 Euro, 12.000 Euro jährlichen Entnahmen und vier Prozent Verzinsung steht das Kapital nach drei Jahren bei knapp 100.000 Euro – allein durch die strukturierte Weiteranlage im Ruhestand.

Das gelingt jedoch nur durch flexible Investments an der Börse. Schwankungsarme Aktienstrategien, die beispielsweise regelbasiert vorgehen und dadurch bei fallenden Märkten sofort de-investieren, um bei den kleinsten Anzeichen von Erholung wieder einzusteigen, versprechen dauerhaft gute Erfolge. Und das bei niedrigen Gebühren, wodurch die Rendite weiter gesteigert werden kann.

Sascha Wortmann ist Inhaber der Wortmann Finanzen & Beratung (www.wortmann-fin.de) in Mönchengladbach und berät private und institutionelle Anleger bei allen Fragen rund um Finanzen und Versicherung. Dabei konzentriert er sich mittels individueller Lösungen besonders auf Aufbau und Absicherung von Vermögen und berät Anleger bei der langfristigen Strukturierung ihres Kapitals. Sascha Wortmann begleitet seine Kunden eng und sucht regelmäßig das Gespräch – auch um das Bauchgefühl bei allen Entscheidungen zu verbessern.

(Bilderquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

 

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